
Im Laufe unseres Lebens schlüpfen wir in zahlreiche Rollen – sei es als Eltern, Kinder, Geschwister oder Lernende, Arbeitende, Liebende.
Manchmal fühlen wir uns in diese Rollen gezwängt oder finden sie zu eng. Manchmal haben wir Angst davor, niemals in eine bestimmte Rolle hineinwachsen zu können. Doch sollten wir uns nicht öfter fragen, welche Rollen wir wirklich übernehmen möchten? Manche Rollen wählen wir bewusst, während andere uns ungefragt übergestülpt werden. Es braucht Zeit, um zu erkennen, ob eine Rolle uns zufrieden macht oder nicht. Und noch länger kann es dauern, uns von unerwünschten Rollen zu lösen.
Ich frage mich oft: Wer bin ich eigentlich, wenn ich keine Rolle spielen muss? Wenn niemand meine Anwesenheit erwartet oder meine Hilfe benötigt? Diese Frage öffnet den Raum für Selbstreflexion und zeigt mir, dass ich jenseits der Rollen, die ich in meinem Leben einnehme, eine individuelle Identität habe. Es ist wichtig, mir dieser Identität bewusst zu werden und die Freiheit zu erkennen, selbst zu entscheiden, welche Rollen ich aktiv gestalten will und welche ich letztlich hinter mir lassen möchte.
Und wer bist du, wenn dich gerade keiner braucht?
