

Im Mai 2023 verfasste ich dieses Gedicht, mit dem ich mein Unvermögen, im gegenwärtigen Moment zu leben, verarbeiten wollte. Es war furchtbar anstrengend, gedanklich immer schon zehn Schritte voraus zu sein und damit den eigentlichen Moment – das Hier und Jetzt – zu verpassen. Der Text ist der zweite Teil eines größeren Werkes (dessen ersten Teil ich bereits letzte Woche gepostet habe).
Indem ich nach den richtigen Worten und der besten Formulierung suchte, konnte ich meine Gedanken in eine klare Struktur bringen. Dadurch wurde es mir überhaupt erst möglich, mein diffuses Gefühl zu begreifen und es benennen zu können. Diese Erfahrung spiegelt die Grundidee der Poesietherapie wider, die darauf abzielt, durch das Schreiben, Lesen und Interpretieren von Gedichten, Gefühle, Gedanken und Erfahrungen besser zu verstehen, das Selbstvertrauen zu stärken, emotionale Blockaden zu lösen und persönliches Wachstum zu fördern. Damit bietet die Poesietherapie einen einfühlsamen und kreativen Ansatz zur Bewältigung von emotionalen Herausforderungen und zur Förderung des inneren Wohlbefindens.
