Selbstwirksamkeit gegen Selbstzweifel

Hier ein gedanklicher Nachtrag zu meinem Text von gestern. Ich habe festgestellt, dass Selbstwirksamkeit mein wirksamstes Mittel gegen Selbstzweifel ist. Tatsächlich ist Selbstwirksamkeit schon seit einer Weile mein Lieblingswort.

Immer wieder stehe ich vor Aufgaben und denke: „Das schaffe ich jetzt nicht (mehr).“ Doch wenn es eine Deadline gibt oder ich jemandem mein Wort gegeben habe, bleibt mir nichts anderes übrig, als es einfach durchzuziehen. Und siehe da – oft gelingt es mir dann doch. In solchen Momenten denke ich mir: „In meinem Kopf war es viel schlimmer / größer / umfangreicher / komplizierter als in echt.“

Häufig läuft es oft so: Ich nehme ein Scheitern in Kauf – Scheitern ist menschlich, manchmal gehört es einfach dazu – und bin dann umso überraschter, wie oft ich meine Aufgabe dennoch erfolgreich abschließe. Der Trick dabei ist, einfach erstmal anzufangen, selbst wenn ich vorher denke, dass ich es nicht kann.

Interessanterweise erleichtert mir der Druck der Selbstzweifel manchmal sogar das Handeln. Wenn ich ohnehin denke, dass ich es nicht schaffen werde, habe ich nichts zu verlieren. Und wenn es dann doch klappt, ist die Freude umso größer. Andererseits, wenn ich mir sicher bin, dass etwas ganz einfach ist, und dann scheitere, ist die Enttäuschung echt bitter.

Kurz gesagt: Sich Herausforderungen zu stellen, selbst wenn ich Zweifel habe, kann überraschend befreiend und belohnend sein. Selbstzweifel halten mich nicht mehr sehr oft davon ab, es trotzdem zu versuchen – sie können sogar dazu beitragen, meine Erfolgserlebnisse noch süßer zu machen.