
Ich war mir nicht sicher, ob das Flüstern nur in meinem Kopf stattfand oder tatsächlich hörbar war. Ich konnte anfangs nicht mal richtig verstehen, was überhaupt gesagt wurde. Ich schloss die Augen und spitzte die Ohren. Komm. Komm zu mir. Ja, das mussten die Worte sein. Aber woher kamen sie? Mein Blick huschte durch das Dämmerlicht im Wald, als ich plötzlich einen versteckten Höhleneingang zwischen den Bäumen sah. Ohne es zu wollen und ohne überhaupt darüber nachzudenken, setzten sich meine Füße in Bewegung. Je näher ich kam, desto düsterer sah der Eingang aus. Komm. Komm zu mir. Die Stimme, noch immer nicht mehr als ein Flüstern, war nun deutlich aus der Höhle zu hören. Mein Herz pumpte wie wahnsinnig, meine Handflächen waren schweißgebadet und jede Faser meines Körpers wollte sich so weit wie möglich von diesem lichtverschlingenden Loch entfernen. Doch meine Beine entwickelten einen eigenen Willen und setzten einen Fuß vor den anderen. Der Höhleneingang war nicht sehr groß und ich musste beim Betreten den Kopf einziehen. Langsam tastete ich mich an einer Steinwand entlang, immer dem Ruf des gruseligen Flüsterns nach. Komm. Komm zu mir.
