
Ich habe diesen Herbst genau einen Kürbis gegessen. Für mich fasst das den Herbst in diesem Jahr ziemlich gut zusammen, denn im Grunde hat er nicht stattgefunden: Sommer, Spätsommer, zwei Wochen Goldener Herbst, Schmuddelwetter und Weihnachtsstimmung. Schon seit Anfang November bombardiert mich Spotify mit der „Ultimativen Weihnachtsplaylist“. Dazwischen habe ich irgendwie keine Lücke für Kürbissuppe gefunden. Oder für Kürbismuffins. Nur einmal gab es Kürbis aus dem Ofen. Das muss dann wohl an dem einen sonnigen Tag in den letzten vier Wochen passiert sein. Kein Kürbis und keine Sonne. Nicht einmal an Halloween gab es Kürbis. Denn statt zu kochen oder Fratzen zu schnitzen, habe ich mich in einem Freizeitpark herumgetrieben. Dahin die schöne Tradition. Dabei ist Kürbis wirklich lecker. Einmal an Halloween hat eines der Kinder ein Fake-Auge in seine Suppe gespuckt und ich habe es nicht bemerkt, bis es plötzlich auf der Oberfläche der Suppe auftauchte und ich wirklich kurz überlegt habe, ob es echt sein könnte. Doch es war nur aus Gummi. Während ich schreibe, gehe ich im Kopf bereits alle Kürbisrezepte durch, die ich kenne. „Morgen Kinder wird´s was geben…“, ja, nämlich Kürbissuppe.
