
Deine Worte treffen mich hart. Du wirfst Steine nach mir, die dort, wo sie auftreffen, immer größere Kreise ziehen. Ich ertrinke in deinen Sätzen. Aber mehr noch bekomme ich kaum Luft, als mir ihre Bedeutung bewusst wird. Würde ich mich nicht kennen, müsste ich glauben, der schlimmste Mensch in deiner Welt zu sein. Woher nur kommt der Hass in deiner Stimme? Klebrig und übel, wie Teer, welches an der falschen Stelle ausläuft. Deine Sicht der Dinge ist verzerrt, ich kann mein eigenes Spiegelbild nicht mehr darin erkennen. In dir brodelt es immer weiter. Du kommst gerade erst in Fahrt, wie mir scheint, doch ich bin wie erstarrt. Wer bist du? Ich dachte, dich zu kennen, aber jetzt bist du mir fremd. Deine Worte hinterlassen blaue Flecken auf meiner Haut. Das ist nicht weiter schlimm, passiert halt. Aber was ist mit den Blutergüssen tief in mir? Mit dem Versagen einzelner Organe und dem Stillstand meines Herzens? Ich kann mich nicht aus meiner Erstarrung befreien, bin wie gebannt von den Unaussprechlichkeiten, die du mir ins Gesicht spuckst. Als wäre ich niemals wichtig gewesen. Als wäre ich nie richtig gewesen. Als wäre ich deinen Respekt nicht wert. Wann ist das passiert?
