Female Rage statt Blumensträußchen – Happy Frauentag!

Uns wurden diese Geschichten so lange erzählt, bis wir sie selbst geglaubt haben. Dass es nicht genug Platz für uns alle gibt. Dass Erfolg nur funktioniert, wenn jemand anderes scheitert. Dass Schönheit eine Konkurrenzdisziplin ist, die es um jeden Preis zu gewinnen gilt. Dass wir uns nur anpassen müssen, um in einer Welt akzeptiert zu werden, die nicht für uns geschaffen wurde. 

Alles Bullshit.

Wir sind endlich aufgewacht und haben diese Strukturen durchschaut. Wir wissen längst, warum das Patriarchat immer noch fest im Sattel sitzt. Nicht, weil es unbesiegbar wäre, sondern weil es uns trennt, indem es uns immer wieder gegeneinander ausspielt. Weil es uns Frauen lehrt, uns zu vergleichen, statt uns gegenseitig zu feiern. Weil wir in Kategorien wie „die Hübsche“, „die Schlaue“, „die Witzige“ eingeteilt werden – als ob wir nicht alles auf einmal sein könnten. Als ob wir uns entscheiden müssten. Als ob überhaupt jemand das Recht hätte zu urteilen, wie wir sind. Was denkst du, passiert, wenn wir dieses Spiel nicht mehr mitspielen? Wenn wir aufhören, uns klein zu machen, um in ein System zu passen, das uns nie haben wollte? Wenn wir endlich verstehen, dass wir uns nichts mehr beweisen müssen – weil wir längst genug sind? Wenn wir einander nicht als Konkurrenz, sondern als Team sehen? Ich glaube, dann wird es laut, gefährlich, ungemütlich, mächtig. Ich glaube, dann gibt es eine verdammte Revolution!

Ich frage dich: Wer hält den Laden am Laufen, während andere sich nur auf die Schultern klopfen? Wer macht aus Chaos einen Plan? Wer kümmert sich, wenn alles zusammenzubrechen droht? Wer kämpft doppelt so hart für die Hälfte der Anerkennung? Wer steht wieder auf – nicht einmal, nicht zehnmal, sondern immer? Wir. Immer wir Frauen! Als Töchter, Schwestern, Mütter, Partnerinnen, Ehefrauen, Freundinnen, Kolleginnen, Nachbarinnen, Hausfrauen, Alleinerziehende kämpfen wir in einer Welt, die uns kleinhalten will. Aber ich bin es leid mich in eine Schublade stecken zu lassen, die viel zu eng gedacht ist. Ich will sie in die Luft gehen sehen! Denn wir sind die Unaufhaltbaren. Die, die alles am Laufen halten und gleichzeitig alles zum Einsturz bringen können. Und wenn wir das endlich verinnerlicht haben, können wir die ganze verdammte Kommode – das alte System – hochgehen lassen und die Regeln neu schreiben!

Deshalb möchte ich dir heute folgendes sagen: DANKE, DASS DU DU BIST! Danke, dass du nicht nur existierst, sondern strahlst, brennst, Räume füllst. Dass du dieser Welt etwas gibst, das nur du ihr geben kannst – etwas einzigartiges, kraftvolles, unbezwingbares. Danke, dass du eine Verbündete und keine Konkurrentin bist. Dass du nicht nur für dich, sondern für uns alle kämpfst. Danke, dass du laut bist, wenn es nötig und leise, wenn es notwendig ist.  Dein Feuer, deine Stärke, deine Geschichte gehören dir. Das kann dir niemand nehmen. Nie wieder. Es sei denn, du lässt es zu. Und das, Schwester, tun wir nicht mehr. Weil wir es besser wissen. Wir lassen uns nicht mehr in verstaubte, enge Schubladen quetschen. Wir haben die Wahl und wir wählen, alles zu sein, was wir sind und sein wollen. Wir wählen, uns gegenseitig zu feiern und zu unterstützen. Jeder Tag ist ein guter Tag, um unsere Stärke zu zeigen, unsere Stimmen zu erheben und uns daran zu erinnern, dass wir nicht im Hintergrund bleiben, sondern uns den Raum nehmen sollten, der uns schon immer zugestanden hat. Am liebsten gemeinsam.

Alles Liebe zum Frauentag!

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