

Dieses Jahr habe ich das erste Mal meine eigenen Weihnachtskarten gestrichen.
Jahrelang habe ich sie entworfen, drucken lassen, eigenhändig adressiert, verschickt – fünfzig Stück, manchmal mehr. Irgendwann war es kein liebgewonnenes Ritual mehr, sondern Höflichkeitsgymnastik. Eine, die anderen ein gutes Gefühl geben sollte, aber mich müde zurückgelassen hat.
Also habe ich diesen Punkt von meiner Liste gestrichen. Mein Gefühl hat mir schon länger gesagt: Das machst du nicht mehr für dich. Und das reicht, um eine Tradition zu beenden. Mit nur einem Strich.
