
Schreiben ist für mich mehr als Literatur. Es ist meine Art, mir selbst und der Welt zu begegnen. Deshalb schreibe ich Texte, die nicht nur gelesen, sondern auch gefühlt werden wollen. Die herausfordern, infrage stellen, nachwirken – aber auch verbinden. Texte für Menschen, die nicht nur konsumieren, sondern mitdenken und mitfühlen wollen.
Als Autorin für Herz, Hirn und Haltung schreibe ich Gesellschafts- & Systemkritik, über mentale Gesundheit, Beziehungen, Female Rage und Popkultur.
Neueste Texte
Hier erscheinen regelmäßig neue Texte von mir.
Debüt

In meinem Debüt gebe ich tiefe Einblicke in meine mentale Erkrankung: ehrlich, ungeschönt und autobiografisch. Offen erzähle ich von den Höhen und Tiefen meiner Depression, hinterfrage gängige Vorurteile und öffne Türen, die oft verschlossen bleiben.
Eine Geschichte, die schmerzt, berührt – und Mut macht.
Wie alles begann (Mickys Version)
Statt Topfschlagen
Schon als Kind durchstöberte ich auf Geburtstagspartys lieber Bücherregale, als Topfschlagen zu spielen. Im Ferienlager war ich die, die sich ständig Lesestoff von anderen leihen musste, weil die eigenen Bücher schon am zweiten Tag durchgelesen waren. Lesen bedeutete, abtauchen zu können. Und manchmal brauchte ich dafür nur einen zusätzlichen Regenschirm, den ich zur Höhle umfunktionierte.
Geschrieben habe ich schon immer, vor allem, wenn es mir nicht gut ging. In meiner Teenagerzeit waren es Drehbücher, die nie fertig wurden. In meinen Zwanzigern Songtexte voller Herzschmerz und Wut. Dazu kistenweise Tage- und Notizbücher – auch heute noch. Schreiben ist mein Ventil, mein Halt, meine Konstante.

Second Round: The Dark Side
In meinen Dreißigern kam sie gleich zweimal. Diese Leere, die alles frisst. Depression 2.0 – größer, grauer, gnadenloser. Erst schleichend, dann allumfassend. Ich hatte keine Pläne, keine Hoffnung, kein Licht. Nur Worte. Also schrieb ich – jeden Tag – als wäre das Schreiben eine Rettungsleine zurück ins Leben, bis es mir tatsächlich besser ging.
Mit der Zeit wurde aus diesen Worten ein Buch. Ein Beweis, dass ich es herausschaffen kann. Und weil ich aufhören wollte, mich zu verstecken. Ich wusste, dass es da draußen noch mehr gibt wie mich. Menschen, die sich verloren haben – und sich langsam wieder zusammensetzen. Satz für Satz. Seite für Seite. Es war Zeit für mich, mein Schweigen zu brechen. Das Buch war nie ein Plan. Es war ein Nicht-Aufgeben-Wollen. Und am Ende ein Neuanfang.

Wie ein Phönix aus der Asche
Heute weiß ich: Ich bin Autorin. Weil ich mich dazu entschieden habe, endlich meinem inneren Ruf zu folgen – nicht nur privat, auch beruflich. Weil ich etwas zu sagen habe.
Ich erzähle Geschichten, die hängen bleiben. Die unbequem sein dürfen. Die Hoffnung machen, ohne sich mit Konfetti zu bewerfen. Ich schreibe, weil ich verstanden habe, wie mächtig Worte sein können, wenn man sie teilt. Ich will Texte, die wirken. Die verbinden. Die dich nicht loslassen, auch wenn du längst auf „Schließen“ geklickt hast. Ich schreibe über das, was unter der Oberfläche liegt. Worüber nicht gern gesprochen wird. Über das, was nachts so laut ist, dass ich nicht schlafen kann. Ich schreibe, um herauszufinden, wer ich bin und wer ich sein will.
Nicht alle, die umherirren, sind verloren.
Ich glaube an Worte. An ihre Kraft. An ihre Magie. Wir alle verlieren uns unterwegs von Zeit zu Zeit. Manchmal gehen wir in die falsche Richtung oder finden keine Kraft, um überhaupt loszulaufen. Manchmal rennen wir unseren Weg entlang, ohne die Wunder am Wegesrand zu bemerken. Es kommt vor, dass wir vergessen, wer wir sind oder was wir eigentlich wollten, und uns gleichzeitig fragen, ob das schon alles war. Genau deshalb brauchen wir Geschichten. Weil sie uns verbinden. Weil sie uns helfen, uns selbst (wieder) zu finden. Weil sie das Menschliche in uns bewahren, während die Welt um uns herum droht, ins Chaos zu stürzen.

Mehr als nur ein Muggle
Und sonst so? Ich bin Mama der zwei coolsten Jungs, Abenteurerin, Autodidaktin, Fangirl und leidenschaftliche Leserin. Wenn ich nicht gerade schreibe oder lese, diskutiere ich über Bücher und Filme, die mich nicht loslassen. Ich liebe Popkultur-Referenzen, Deep Talk und wenn aus einer vagen Idee etwas Greifbares wird. Leipzig ist meine Homebase, der Harz mein Lieblingsort, Harry Potter mein Safe Space. Kuchen ist immer eine gute Idee. Meine Heldinnen heißen Katniss Everdeen, Jo March, Dr. Ellie Sattler und Buffy Summers. Ich bin die, die beim Wandern die Zeit vergisst, weil der Weg gerade so schön ist. Und ich glaube, am Ende ist alles 42.
So long, and thanks for all the fish – Micky

